Home » Schweiz » Unterwegs mit dem Glacier Express (Schweiz)

Unterwegs mit dem Glacier Express (Schweiz)

In meinen ersten Wanderferien war ich mit meinem Freund in der Schweiz unterwegs. Wir wollten unbedingt das Gleiche machen, was unsere Freunde letztes Jahr getan haben und so haben wir uns auch ein Ticket für den Glacier Express gekauft, der einmal quer durch die Schweiz fährt. Man kann unterwegs aussteigen, wo man möchte und einfach die Gegend genießen. Jeden Tag kann man weiterfahren und unterwegs wieder aussteigen und so hatten wir bald unseren eigenen Rhythmus heraus. Unsere zweite Station, an der wir angehalten haben, war Disentis. Der Ort liegt auf 1130 Metern Höhe und ist ein wunderschöner Zwischenstopp, um dort Wandern zu gehen. Man kann eine wunderschöne Winterwanderung machen, die durch verschneite Wälder führt. Immer im Blick hat man die weißen Spitzen der Piz- Medel- Gruppe. In ihnen verfangen sich die Wolken, denn die Piz- Mendel- Gruppe sind Berge über 3000 Meter Höhe. Man kommt gar nicht umhin, sie anzuschauen, denn sie sind allgegenwärtig. Nach einer gemütlichen Wanderung kehren wir in ein Restaurant ein, in dem es Käsefondue gibt und so können wir nicht widerstehen, in der Schweiz Käse zu essen.

fondue-708185_640

Foto: Efraimstochter / pixabay

Das Brot, was man hinein tunkt, ist auch hervorragend. Ein wenig später steigen wir wieder in den Glacier Express, der uns zu unserem nächsten Ziel bringen soll. Für uns geht es nun zum Oberalppass. Er liegt in 2044 Meter Höhe und ist der absolut beeindruckendste Streckenabschnitt des Glacier Express. Hier ist alles komplett verschneit. Teilweise kann man nur sehr kurz gucken, denn der Schnee fällt in so dicken Flocken vom Himmel, dass die Sicht eingeschränkt ist. Vorbei kommen wir danach mit dem Zug durch den Kanton Wallis. Wallis ist vor allem bekannt durch seine urige Architektur. Hier gibt es auf Stelzen erbaute Holzhütten, an denen wir vorbeirauschen. Hier wollen wir aussteigen, um die Nacht in solch einer Hütte zu verbringen. Es wird nämlich langsam dunkel. Die großen Berge ragen schwarz auf und zeichnen die gezackten Linien in den Himmel. Die Laternen spannen sich entlang der Straßen und immer noch ist die Schneedecke ziemlich dick. Natürlich schneit es auch und so sind die Dörfer nur noch als kleine Sprenkel in der Ferne auszumachen.