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Die Geschichte von Johannesburg

Zusammen mit meinem Freund war ich auf einer Südafrika Rundreise unterwegs. Wir wollten schon immer einmal eine Rundreise durch Südafrika machen und so wollten wir alle bekannten und großen Städte in der Gegend abklappern, um einen Eindruck vom wunderbaren Land zu bekommen. Bevor wir aber nach Südafrika geflogen sind, haben wir uns über die Geschichte vom Land informiert. Das finde ich immer sehr wichtig, damit man weiß, was im Land vorgefallen ist und man auch weiß, wie die Einwohnern Ausländern gegenüber eingestellt sind. Südafrika war schon vor Millionen von Jahren von Vormenschen bewohnt. Es wurde ein 3,3 Millionen alter Hominide gefunden, der 1998 in der Nähe von Johannesburg in der Nähe der Sterkfontein Höhlen ausgegraben wurde. Johannesburg ist also die Stadt, die am längsten bewohnt wurde. Die Menschen siedelten sich in Johannesburg an, obwohl es keinen Fluss und auch kein Meer gab. Die San, ein Nomadenvolk, sammelte sich in Johannesburg an, weil sie von den Bantu immer weiter vertrieben wurde. 1880 wurde in der Nähe von Johannesburg Gold gefunden.

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Foto: Willie / pixabay

Der Standort sollte sich als größte Goldlagerstätte der Welt herausstellen und so siedelten sich bald viele Menschen hier in der Gegend an – auch in Johannesburg. Die Stadt wurde als Goldgräbersiedlung und Zeltstadt gegründet. Viele Menschen blieben und so entstand Johannesburg. Innerhalb von 10 Jahren gab es 100.000 Einwohner. 1902 fiel die Kontrolle über die Südafrikanische Republik an die Briten, die den Krieg gegen die Buren gewonnen haben. 1910 wurde die Südafrikanische Union ausgerufen und der Bergbau kam ins Gespräch. Leider waren die Rassengesetze in Johannesburg ein großes Thema. Die Zuwanderung von Indern und Schwarzen war streng reglementiert und so war die farbige Bevölkerung gezwungen, sich in Randgebieten anzusiedeln. Auch Nelson Manela siedelte sich hier an. Sein Haus ist heute eine Touristenattraktion. Zudem durften die Farbigen auch nicht richtigen arbeiten nachgehen und so landeten viele von ihnen in den Goldminen um Johannesburg. 1955 gab es dann das Gesetzt der Apartheid. Schwarzen wurde es verboten, in der „whites only area“ zu leben, ein Gebiet, das willkürlich nur für Weiße festgelegt wurde. Alle Andersfarbigen wurde umgesiedelt. Heutzutage kann man sich so etwas nicht einmal mehr ansatzweise vorstellen.